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Diese Webseite wurde von Benjamin Winter erstellt von Januar bis Oktober 2020. |
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Aus Sicherheitsgründen ist der Inhalt dieser Webseite
reduziert worden. Auch ist das Thema HIV, Sex, Weltweite Verbreitung und Stigmatisierung äußerst schwierig hier zu erörtern. Weitergehende Informationen zu diesen Themen sollte sich jeder Internet-Nutzer selber erarbeiten durch Internet-Recherchen. |
HIV: Humane Immundeficiency Virus. Akute HIV-Infektion: Wenn der Körper noch keine Antikörper gebildet hat, entsteht in den ersten Wochen nach der HIV-Infektion ein grippe-ähnliches Krankheitsbild. Viruslast: Anzahl der nachgewiesenen Viruskopien im Blut pro Milliliter. Latenzphase/Inkubationszeit: Bei HIV dauert die Latenzphase individuell unterschiedlich Elite-Controler: HIV-Positive Personen, deren Abwehrsystem den VIRUS ohne Behandlung besonders gut für lange Zeit im Schach hält. Hohe Lebenserwartung ohne Behandlung. Virenlast zunächst ca. 1000 Kopien pro Milliliter oder weniger. Post-Treatment-Controler:
p24: "Protein 24" als Bestandteil der Hülle Antikörper: Im HIV-Test 1-3 Monate nach Infektion nachweisbar, Stoffe der körpereigenen Immunabwehr, einige Jahre können sie das HIV im Schach halten. PCR: Polymerase Chain Reaction. Gensequenzen des Virus in einer Blutprobe werden biochemisch vielfach kopiert und verdoppelt und am Ende quantitativ nachgewiesen. AIDS-/HIV-Test: Serokonversion: Die durch HIV verursachte Veränderung des Blutbildes.
Auftreten bestimmter Proteine des Virus im Blut. Immunreaktion mit Antikörperbildung. Seropositiv sind Personen, Risikogruppe: Bestimmte Personenkreise und Szenen, in denen statistisch häufiger HIV-Infektionen vorkommen als im Bevölkerungsdurchschnitt. Promiskuität: Eigenschaft von Personen, die häufig wechselnde Sexpartner haben. |
Symptomatisches Stadium: AIDS ist noch nicht voll ausgebrochen, aber der Betroffene wird immer häufiger krank, die symptomfreie Latenzphase neigt sich langsam über die Jahre dem Ende zu. AIDS: Acquired Immune Deficiency Syndrome. Late Presenter: Personen, bei denen HIV erst viele Jahre nach der Ansteckung im symptomatischen Stadium oder bei AIDS nachgewiesen wird. ART: Anti Retrovirale Therapie gegen HIV mit Hilfe von Medikamenten. In der Regel eine Kombination aus zwei, drei
oder mehr unterschiedlichen Wirkstoffen gegen die Virusvermehrung. Compliance: Bereitschaft des Patienten, regelmäßig
seine Medikamente gegen HIV einzunehmen. Wegen den Nebenwirkungen setzen manche Betroffene trotz des dann Resistenzen: In Einzelfällen bilden sich durch Mutationen des HI-Virus resistente Stämme, so dass bestimmte Medikamente nicht mehr effektiv wirken. Das passiert insbesondere bei zu niedrigen Dosierungen. Leukozyten: Weiße Blutkörperchen, die der Immunabwehr im Körper dienen. Die Leukozyten haben drei Untergruppen, die Monozyten, Granulozyten und Lymphozyten. CD4-Zellen: Eine 45-55%ige Teilmenge der Lymphozyten: Mit CD4-Rezeptor. HIV greift vor allem die CD4-Zellen an. Die Anzahl der CD4-Zellen sagt viel über den Status der körpereigenen Immunabwehrfähigkeit aus, wenn man HIV hat. HIV-diskordante Partnerschaft: PreP — Pre-Expositions-Prophylaxe: PeP — Post-Expositions-Prophylaxe: Risikokontakt: Situationen, in denen es ein theoretisches HIV-Ansteckungsrisiko gab. STDs: Sexual Transmitted Diseases. |
| Frische Infektion, Symptomatische Akutphase, Erste 3 bis 12 Wochen nach Infektion. | ||
| Latenzphase, Dauer meistens 5 - 20 Jahre, manchmal kürzer oder länger. | ||
| Symptomatische Phase, Dauer 1 - 2 Jahre, nicht tödlich. | ||
| AIDS, Stärkere Symptomatische Phase, Dauer 1 - 3 Jahre, irgendwann tödlich. |
Anmerkung: Die Krankheitssymptome in den symptomatischen Phasen einer HIV-Infektion können sehr unterschiedlich sein
und unterschiedlich stark ausgeprägt. Es handelt sich um opportunistische Infektionen durch andere Viren, Bakterien und Pilze.
Das durch HIV geschwächte Immunsystem wird durch andere Erreger angegriffen.
Beispiele: Gürtelrose, Herpes, Mundsoor, Durchfall, Erkältungen, Tuberkulose. Die Symptome der Frischen Infektion gleich Akutphase
verschwinden wieder nach einigen Wochen von selbst. Es folgt eine symptomfreie Latenz-Zeit von vielen Jahren. Zu AIDS kommt es garnicht mehr,
wenn man die HIV-Infektion rechtzeitig mit Medikamenten behandelt. Viele Betroffene wissen jedoch nichts von ihrer
HIV-Infektion und werden erst diagnostiziert, wenn sie bereits AIDS haben.
Diese Patienten nennt man "Late Presenter".
Bei rechtzeitiger Diagnose noch während der Latenzphase sind Heilungschancen und Lebenserwartung hoch.
Auch Late Presenter werden oft noch geheilt, aber sind dann in der Regel dauerhaft vorgeschädigt.

| Lebenserwartung | 2 Jahre | 5 Jahre | 10 Jahre | 15 Jahre | 20 Jahre | 30 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Überlebenschancen | 99,9% | 90% | 50% | 25% | 5% | >1% |
| Siehe Quellen [ 23 ][ 46 ] | ||||||
Im Gegensatz zur unbehandelten HIV-Infektion, bei der die Lebenserwartung im Durchschnitt nur 8 bis 14 Jahre beträgt,
ist bei konsequenter medikamentöser Behandlung die Lebenserwartung von HIV-Positiven nur wenige Jahre geringer als bei normal gesunden Menschen.
Die Betroffenen sterben bei guter Ärztlicher Behandlung und Therapietreue heutzutage 100% sicher nicht mehr an AIDS!
Manche Patienten sterben in hohem Alter jedoch an den Langzeitnebenwirkungen der antiretroviralen Medikamente,
da diese den Stoffwechsel,
den Kreislauf und die Organfunktionen individuell mehr oder weniger ausgeprägt beeinträchtigen können.
Einige mit antiretroviralen Medikamenten behandelte Patienten haben schon Vorerkrankungen und reagieren daher stärker auf Nebenwirkungen.
Wenn eine normal gesunde Person beispielsweise eine Lebenserwartung von 80 Jahren hat,
könnte sie mit HIV bei richtig durchgeführter medikamentöser Behandlung
wahrscheinlich noch 71 bis 79 Jahre alt werden. Durch die vielen neuen Medikamente haben im
allgemeinen Menschen mit HIV heute eine relativ hohe Lebenserwartung. Zu erwarten ist, dass die Lebenserwartung mit HIV unter
Anti-Retroviraler-Therapie nur um eine einstellige Anzahl von Jahren verringert wird.
(Wert: Normale Lebenserwartung minus 1 Jahr bis minus 9 Jahre)
[ 18 ][ 43 ][ 44 ][ 45 ]
Weltweit ist die Mortalität bei HIV seit Einführung neuer Medikamente um mehrere Größenordnungen
zurückgegangen. Die Lebenserwartung für Menschen mit HIV-Diagnose stieg seit 1995 weltweit um mehrere Jahrzehnte.
Dass trotzdem weltweit immer noch Hunderttausende Menschen jedes Jahr an AIDS sterben, liegt vor allem daran,
dass HIV oft zu wenig getestet und zu spät diagnostiziert,
oder eine medikamentöse Behandlung von den Patienten abgelehnt wird. In manchen Regionen gibt es weniger Fachärzte
und ist die medizinische Versorgung umständlicher.
Mittlerweile sind Medikamente gegen HIV weltweit gut verfügbar, auch in den Entwicklungsländern,
es gibt zahlreiche Hilfsprojekte und kostengünstige Generika. Weit mehr als zehn Millionen Menschen
weltweit nehmen täglich antiretrovirale
Medikamente gegen HIV ein, und mehr als 60% aller Infizierten.
[42] [36, HIV, World in Data]
NRTI: Nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren.
Die NRTI sind Nukleosidanaloga, Stoffe, die der viralen RNA ähnlich sind. Das Umschreiben der Virus-RNA in die DNA der menschlichen Wirtszelle
wird durch Substitution falscher genetischer Bausteine gestört. Die NRTI waren die ersten Medikamente gegen HIV auf dem Markt.
NNRTI: Nicht Nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren.
Die NNRTI hemmen die Wirkung von
Enzymen zur Umschreibung der viralen RNA in die DNA der menschlichen Wirtszelle.
INI: Integrase-Inhibitoren. Dieser Wirkstoff behindert
den Einbau
des in DNA umgeschriebenen Virus-Erbguts in die menschliche Wirtszelle.
PI: Protease-Inhibitor. Der Zusammenbau neuer HI-Viren
in der Menschlichen Wirtszelle wird gehemmt.
EI: Entry-Inhibitor. Rezeptoren auf der Oberfläche des Virus und auf der
menschlichen Wirtszelle werden blockiert, so dass das Virus schwerer andocken kann. Diese Wirkstoffgruppe wird derzeit neu entwickelt und ist einigen wenigen neueren Medikamenten enthalten und noch recht teuer.
BOOSTER: Diese Wirkstoffe hemmen körpereigene Abbau-Enzyme,
so dass die antiretroviralen Medikamente langsamer im Blut abgebaut werden.

Ärzte müssen ausprobieren, welche Medikamentenkombination
für den Patienten am vertäglichsten und nebenwirkungsärmsten ist und zugleich wirksam genug gegen die Vermehrung und Mutation des HIV.
Zunächst werden hochwirksame Standard-Kombinationen aus drei Medikamenten verabreicht, die zu mindestens zwei verschiedenen Wirkstoffklassen gehören. Wenn die Nebenwirkungen
zu stark sind, werden einzelne Medikamente wieder abgesetzt und durch neue ausgetauscht,
die Nebenwirkungssymptome und die virale Suppression werden dabei genau beobachtet. Auch wenn die Virenlast nicht unter die Nachweisgrenze gedrückt wird,
müssen neue Medikamentkombinationen ausprobiert werden. In der Regel muss der Patient,
wenn er nicht gleich zu Beginnmedikamentös relativ gut eingestellt worden ist, wöchentlich zum Arzt gehen und Blut abnehmen lassen und über sein Wohlbefinden berichten, bis der Arzt mit ihm gemeinsam irgendwann die richtige Wirkstoffkombination gefunden hat.
In seltenen Fällen müssen die antiretroviralen Medikamente wieder ganz abgesetzt werden,
oder werden mehr als drei Wirkstoffe gleichzeitig gegeben oder höher als normal üblich dosiert.
Eine übliche Medikamentenkombination und Dosierung wirkt in Einzelfällen nicht effektiv genug gegen HIV,
oder die Nebenwirkungen will der Patient nicht als Preis seiner erfolgreichen HIV-Suppression akzeptieren.
Letztendlich entscheidet der Patient selber, ob er Medikamente gegen HIV einnehmen möchte oder nicht,
es gibt dafür heute keine gesetzliche Regelung zur Zwangsbehandlung, sondern nur ärztliche Empfehlungen.
Die Deutschen Krankenkassen übernehmen die Therapiekosten von HIV in vollem Umfang,
es können dabei Beträge von mehreren Hundert Euro im Monat über viele Jahre hinweg zusammenkommen.
An AIDS stirbt heutzutage keiner mehr,
weil IMMER eine Medikamentenkombination gefunden wird,
die HIV unter der Nachweisgrenze hält.
Individuell unterschiedlich sind Therapiebeginn, Nebenwirkungsprofil und Menge der verschriebenen antiretroviralen Medikamente. Unregelmäßig oder weniger Medikamente einzunehmen,
als vom Arzt verordnet, macht keinen Sinn,
weil die Wirksamkeit der bisherigen Therapie dann verloren gehen kann.
Ein vollständiges Absetzen über einen längeren Zeitraum
birgt auch das Risiko, dass AIDS entsteht.
Viele Patienten setzen nach jahrelanger medikamentöser Behandlung von HIV ihre Medikamente aufgrund der Nebenwirkungen oder in Hoffnung auf Heilung probeweise wieder ab. Die Strategie dieser Patienten ist, durch Absetzen die Nebenwirkungen zu vermeiden, und die Tabletten so lange wegzulassen, bis irgendwann AIDS-Symptome auftreten, und sie dann erst wieder notwendigerweise einzunehmen. Nach Absetzen der HIV-Medikamente steigt die Viruslast häufig nach einigen Monaten wieder auf die gleichen Werte an wie vor der medikamentösen Behandlung, auch sinkt die Anzahl der Weißen Blutkörperchen wieder. Nach Beendigung ihrer Antiretroviralen Therapie sind manche Patienten ums Leben gekommen, weil AIDS zu plötzlich ausgebrochen war und ein erneutes Ansetzen nicht mehr effektiv helfen konnte. AIDS kann sich in manchen Fällen nach Absetzen der medikamentösen antiretroviralen Therapie so stark entwickeln, dass die Gabe von Antibiotika und HIV-Medikamenten das Ruder nicht mehr rumreißt. Auch Patienten, die nicht rechtzeitig mit der Therapie beginnen, oder die zu spät diagnostiziert wurden, haben nicht mehr ganz so gute Heilungschancen. Ein Absetzen der HIV-Medikamente geht in der Regel erst einmal gut, aber birgt langfristig über die Jahre gesehen kein großes aber auch kein sehr geringes tödliches Risiko. Es gibt auch Patienten, die viele Jahre gesundheitlich stabil bleiben nach Absetzen ihrer antiretroviralen Therapie, man nennt diese Patienten in der Fachsprache: "PTC" = Post Treatment Controler. Einigen gelingt es, bei Absetzen der ART gesundheitlich jahrelang stabil zu bleiben, anderen gelingt es nicht, auch Todesfälle sind bei längeren Absetzversuchen möglich. Die regelmäßige Einnahme hilft Sexpartner vor einer Weitergabe der Infektion zu schützen.
Durch eine unregelmäßige oder zu niedrig dosierte Einnahme der Medikamente, oder durch ein wiederholtes Absetzen können sich zusätzliche resistente Virenstämme gegen einzelne Wirkstoffe entwickeln, weil der Wirkstoffspiegel im Blut dann zu weit absinkt, um eine Vermehrung des HIV und damit auch die Bildung von resistenten Mutationen verhindern zu können. Entstandene Mutationen, die gegen einen Wirkstoff resistent geworden sind, lassen sich medikamentös nicht mehr so effektiv wie vorher behandeln. Der Patient muss dann auf neue Präparate umsteigen, die wieder besser wirken, oder höher als bisher dosiert werden. Der Spiegel soll aus medizinischer Sicht immer so hoch sein, dass praktisch keine Viren mehr neu entstehen und auch mutieren können. Dem Virus fällt es besonders schwer, zufällige Mutationen gegen mehrere Wirkstoffe gleichzeitig zu entwickeln. Kombinationstherapien aus mehreren Wirkstoffklassen gleichzeitig sind daher heute ein muss. Eine durchgehende medikamentöse Therapie mit einer Kombination aus mindestens zwei oder drei unterschiedlichen Präparaten raten Ärzte heute an.
Die Lebenserwartung ist trotz erfolgreicher medikamentöser Behandlung von HIV um einige wenige Jahre geringer als bei normal gesunden Menschen. Typische Nebenwirkungen der Antiretroviralen Therapie: Individuell mehr oder weniger starke Veränderung und Beeinträchtigung von Organfunktionen, Stoffwechsel und Blutbild sowie Depressionen. Beispiele sind erhöhte Blutfettwerte, Gewichtszunahme um 5kg, Schlechtere Verdauung, Selbstmordgedanken. Die Langzeitnebenwirkungen der antiretroviralen Therapie können zu Organ-Versagen, Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Erkrankungen führen. Beispiele sind Leberzirrhose, Herzinfarkt, Thrombosen, Diabetes. Aufgrund der Stigmatisierung von HIV in der Gesellschaft haben HIV Positive verstärkt Depressionen, die Selbstmord-Rate bei HIV-Positiven ist mehr als drei mal so hoch wie bei HIV-Negativen. So verlieren heute immer wieder Beschäftigte ihre Arbeit, wenn die HIV-Infektion bekannt wird, das ist Diskriminierung. Oder die Betroffenen verlieren ihren Partner. Gesunde Ernährung und viel Bewegung sind hilfreich und können die Nebenwirkungen der Medikamente gut kompensieren. Eine ärztliche Überwachung der Nebenwirkungen und gegebenenfalls Medikamentenumstellungen und therapeutische Gegenmaßnahmen sind üblich. Physiotherapie, Bewegungstherapie, Sport, Gesunde Ernährung, Soziale Gruppenangebote und Psychotherapie können gut die medikamentöse Behandlung von HIV-Patienten ergänzen. Die meisten HIV-Patienten kommen mit den Nebenwirkungen klar, ungefähr zwei Drittel von ihnen befinden sich in Deutschland in festen Beschäftigungsverhältnissen und sind normal arbeitsfähig. An AIDS stirbt heutzutage niemand mehr, wer richtig dosiert und kontinuierlich ärztlich beobachtet und mit antiretroviralen Medikamenten behandelt wird.
Die Gefahr, sich mit HIV anzustecken, liegt beim klassischen ungeschützten Sex mit einem HIV positiven Partner, je nach Fall, zwischen 0,1% und 10%. Die Übertragungswahrscheinlichkeit von HIV beim ungeschützten Oralsex ist hundert bis tausend mal geringer als beim klassischen Sex und in vielen Fällen gleich Null. Wasser und Speichel können das HIV meistens neutralisieren wegen der geringen Salzkonzentration, die Viren zerplatzen durch den Osmotischen Druck.
| HIV1 PCR Test | HIV1 Kombinationstest p24-Gen/Antikörper im Labor | HIV1+2 Antikörper Heimtest | |
|---|---|---|---|
| Zeit nach Infektion mit 50% sicherem Testergebnis | 11 Tage | 16 Tage | 22 Tage |
| Zeit nach Infektion mit 95% sicherem Testergebnis | 21 Tage | 24 Tage | 56 Tage |
| Zeit nach Infektion mit 99,99% sicherem Testergebnis | 28 Tage | 42 Tage | 84 Tage |
| Quellen u.a. [ 5 ] [ 16 ] [ 47 ] [ 48 ] | |||
Das Diagnostische Fenster des HIV-Test,
siehe Tabelle oben, beträgt je nach Test
zwischen 1 Monat, 1½ und 3 Monaten.
Standard ist in der EU, den HIV-Test im Labor durchführen
zu lassen genau 6 Wochen
nach dem letzten Infektionsrisiko.
Kosten in der Regel ca. 25€, bei manchen Anlaufstellen kostenlos.
Der Labortest ist ein HIV1-p24-Antigen/HIV1+2 Antikörper-Kombitest.
In England macht man diesen Test bereits 4 Wochen nach dem letzten Risikokontakt und wiederholt ihn bei nicht sehr geringemInfektionsrisiko nach weiteren 4 Wochen. In den USA gilt die Richtlinie, den Kombinationstest erst 45 Tage nach der letzten Exposition durchzuführen.
Der HIV-PCR-TEST ist erheblich teurer als die anderen Tests, um hier ein sicheres Ergebnis zu haben,
muss man 4 Wochen warten und neben der HIV1-PCR auch eine HIV2-PCR durchführen lassen. Die Kosten lägen dann bei 2 x 150€.
Der HIV-PCR-Test weist die Viren in der Regel schon 2 Wochen nach Infektion im Blut nach, in manchen Fällen tritt aber
das Virus um 1-2 Wochen verzögert durch die Schleimhaut oder aus infizierten Zellen in die Blutbahn ein.
HIV1 ist der Standard-Typ des HIV-Virus und weltweit mit großem Abstand am meisten verbreitet.
HIV2 ist weniger infektiös als HIV1. Dabei ist HIV2 ein sehr selten vorkommender Typ des HIV-Virus,
der nur vom normalen klassischen HIV-Antikörpertest erfasst wird
oder von einem HIV2-spezifischen PCR- und p27-Antigentest.
Die HIV2-Erkrankung verläuft erheblich langsamer als die HIV1-Erkrankung, es kommt bei HIV2 im Mittel erst nach mehr als 20 Jahren nach der Infektion zu AIDS.
Der klassische Antikörpertest weist Antikörper gegen HIV nach, die der Mensch
selber in seinem Blut gebildet hat. Der p24- oder p27-Antigentest weist Proteine der HIV1- oder HIV2-Virushülle im Blut nach.
Der PCR-Test weist die MENGE von HIV-Genmaterial im Blut QUANTITATIV nach.
Im Sexleben ist es hilfreich, HIV-Tests so früh wie möglich durchzuführen,
aber auch wirklich die vollen 6 Wochen nach der letzten Risiko-Exposition abzuwarten,
um beim Ergebnis des HIV-Test sicher zu sein. Zu schnell nach dem Risikokontakt durchgeführte
Tests sind möglicherweise falsch-negativ. Die heutigen HIV-Tests sind sehr sensitiv,
da sie korrekt durchgeführt praktisch keine falsch-negativen Ergebnisse liefern, aber sie haben keine
große Spezifität, weil es in der Regel bei 1 in 1000 Fällen zu falsch-positiven Ergebnissen kommt.
Insbesondere der Selbst-Test zu Hause liefert oft falsch-positive Ergebnisse, auch sollte man bei diesem Test
mindestens 12 Wochen nach dem letzten Risikokontakt abwarten, bis man testet.
Im Internet bei gängigen Suchmaschinen wie unter anderem |
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[ 1 ] Leitlinien zur postexpositionellen Prophylaxe der HIV – Infektion,
AWMF-Register-Nr.: 055-004, Deutsche Aids-Gesellschaft, Österreichische Aids-Gesellschaft, 22.6.2018, https://www.aidsgesellschaft.info/ueber-hiv/leitlinien.htm, Deutsche Aidshilfe, https://www.aidshilfe.de/sites/default/files/documents/leitlinien_zur_postexpositionellen_prophylaxe_der_hiv_infektion.pdf [ 2 ] Bist Du sicher?, Aidshilfe Schweiz, Postfach 1118, 8031 Zürich, www.aids.ch, Bundesamt für Gesundheit, 2007 [ 3 ] Deutsche Aids Hilfe e.V., www.hivreport.de, HIV REPORT 01/2008, 2/2008 [ 4 ] Deutsche Aids Hilfe e.V., www.hivreport.de, HIV REPORT 01/2014 [ 5 ] Deutsche Aids Hilfe E.V., www.hivreport.de, HIV REPORT 03/2015 [ 6 ] RKI, www.rki.de, Epidemiologisches Bulletin Nr. 45, 11. November 2013 [ 7 ] Deutsche Aids Hilfe e.V., Standards zur Durchführung von HIV Tests und STI Tests, 2017 [ 8 ] Deutsche Aidshilfe, HIV Beratung aktuell, 02 / 2017 [ 9 ] Gesundheitsamt Hochtaunuskreis, Merkblatt, April 2015, https://www.hochtaunuskreis.de/Hochtaunuskreis/Gesundheit/Gesundheitsdienste/AIDS_Beratung-p-3558.html [ 10 ] https://www.pharma-fakten.de/news/details/279-historiederaids-medikamente-30-jahre-entwicklung-von-arzneimitteln-gegen-hiv/, 12 / 2015 [ 11 ] Westdeutscher Rundfunk, www.quarks.de/gesundheit/medizin/, 17.6.2019 [ 12 ] European Institute for Sexual Health, www.porst-hamburg.de, Hamburg, 2019 [ 13 ] HIV and MORE, www.hivandmore.de, Neue Leitlinie zur Postexpositionsprophylaxe, 3/2013 [ 14 ] HIV and MORE, https://www.hivandmore.de/hiv-pep/sexuelleexposition.shtml [ 15 ] United States, National Library of Medcine NLM, 5 /2014, http://www.aidsinfonet.org/categories/, http://www.aidsinfonet.org/fact_sheets/view/152 [ 16 ] Science Direct, Epidemics, https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1755436517300646, 11 / 2017 [ 17 ] Bayrisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, https://www.mitsicherheitbesser.de/hiv-aids/ [ 18 ] Hilfsorganisation AIDSMAP, UK, London, 3 /2020, https://www.aidsmap.com/news/mar-2020/yes-same-life-expectancy-hiv-negative-people-far-fewer-years-good-health [ 19 ] Healthline Media UK Limited, Medical News Today, https://www.medicalnewstoday.com/articles/324321, 1 / 2019 [ 20 ] Medizintechnik Owen Mumford, https://www.owenmumford.com/de/news/, 2 / 2019, [ 21 ] Pharma Fakten e.V., Unternehmensverband der Pharmaindustrie, 8 / 2019, https://www.pharma-fakten.de/grafiken/detail/810-hivaids-was-arzneimittelinnovationen-anrichten-koennen/ [ 22 ] https://www.aerzteblatt.de/archiv/152704/Aids-in-den-USA-Der-Traum-von-einer-aidsfreien-Generation, 6.1.2014 [ 23 ] https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/symptome-der-aids-erkrankung-das-virus-setzt-die-abwehr-matt-1.1824336 [ 24 ] Robert Koch Institut, https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HIV_AIDS.html, 2018 [ 25 ] Deutsche Aidshilfe e.V., Www.aidshilfe.de/hiv-symptome-verlauf#akute-hiv-infektion, [ 26 ] Robert Koch Institut, Springer Verlag Berlin, Bundesgesundheitsblatt, Risiken und Wege der HIV-Übertragung, 6 / 2000, https://www.rki.de/SharedDocs/PrintMedia/Bundesgesundheitsblatt_2000_43_449-458.pdf?__blob=publicationFile [ 27 ] Spectrum der Wissenschaft, https://www.spektrum.de/news/schuetzender-speichel/342175, 17.2.2019 [ 28 ] Firma Hexal, https://www.hexal.de/patienten/ratgeber/hiv-hepatitis/hiv-therapie [ 29 ] Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V., 27.11.2019, https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/artikel-arzneimittel-forschung/therapien-gegen-aids.html [ 30 ] Wikipedia, HIV, https://de.wikipedia.org/wiki/HIV [ 31 ] Altmeyers Enzyklopädie, Unabhängiges Medizinisches Fachportal, 19.4.2020, https://www.enzyklopaedie-dermatologie.de/dermatologie/hiv-infektion-1765 [ 32 ] Onkologie Koblenz, Studentenseminar, Leukozytose und Leukozytopenie, Präsentation, https://onkologie-koblenz.de/studentenseminar/index.php?rex_media_type=download&rex_media_file=leukozytose-leukozytopenie.pdf [ 33 ] Deutsches Ärzteblatt, 1999, https://www.aerzteblatt.de/archiv/19147/ [ 34 ] Deutsches Ärzteblatt, 2010, https://www.aerzteblatt.de/archiv/77569/ [ 35 ] Robert Koch Institut, Epidemiologisches Bulletin, 9 / 2017, https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2017/Ausgaben/39_17.pdf?__blob=publicationFile [ 36 ] Our World in Data, Max Roser and Hannah Ritchie, 2018, https://ourworldindata.org/hiv-aids [ 37 ] Med Info, Aidshilfe Köln, 77 / 2010, https://www.aidshilfe.de/system/files_force/documents/medinfo_77_Laborwerte.pdf [ 38 ] HIV and MORE, https://www.hivandmore.de/expertenrat/elite-controller-behandeln-oder-beobachten.shtml [ 39 ] RKI, FAQ, Orale Übertragung von HIV, 26.11.2013, https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/HIVAids/FAQ_07.html [ 40 ] Aidshilfe Köln, Schutzmaßnahmen HIV, 2016, https://www.aidshilfe-koeln.de/was-ist-hiv-aids-und-sti/therapie/ [ 41 ] Deutsche Aidshilfe, Oralverkehr, https://www.aidshilfe.de/safer-sex-oralverkehr/ [ 42 ] Frankfurter Rundschau, 2019, Weltaidstag, https://www.fr.de/wissen/aids-hiv-welt-aids-tag-wissen-muessen-zr-13234869.html [ 43 ] Zeitschrift der Spiegel, 05 / 2017, Lebenserwartung junger HIV-Infizierter um zehn Jahre gestiegen, https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/hiv-lebenserwartung-junger-hiv-infizierter-um-zehn-jahre-gestiegen-a-1147233.html [ 44 ] Aidshilfe Salzburg, FAQ, Wie lange kann man mit HIV leben? https://www.aidshilfe-salzburg.at/faq/wie-lange-kann-man-mit-hiv-leben [ 45 ] Pharma Fakten, "Kein Aids für alle - schon ab 2020?" https://www.pharma-fakten.de/news/details/494-hivaids-kein-aids-fuer-alle-schon-ab-2020/ [ 46 ] Hiv and More, HIV-Informationen, HIV-Infektion, https://www.hivandmore.de/hiv-informationen/hiv-infektion.shtml [ 47 ] Ratiopharm, Wie wird eine HIV-Infektion festgestellt? https://www.ratiopharm.de/ratgeber/hiv-und-aids/hiv-testen.html [ 48 ] Mein Direktlabor, Labortests, HIV, https://www.meindirektlabor.de/labortests/hiv-test/ https://www.meindirektlabor.de/magazin/artikel/hiv-test-welche-tests-wann-zuverlaessig-sind/ |